Katharina
Günther-Wünsch

Donnerstag, 4. Juni 2026

Aktuelle Situation an den Kaulsdorfer Seen

Uns erreichen seit dem vergangenen Jahr immer wieder Hinweise von Anwohnern und Familien, dass es rund um die Kaulsdorfer Seen vermehrt zu erheblichen Störungen kommt. Berichtet wird von sexuellen Handlungen im öffentlichen Raum, von gezielten Treffen an den Uferbereichen und in den angrenzenden Gebüschen.

An den ersten warmen Tagen über Pfingsten haben diese Zustände offenbar noch einmal massiv zugenommen. Die Atmosphäre an den Seen ist inzwischen so belastend, dass sich viele Menschen vor Ort nicht mehr wohlfühlen. Eltern schildern, dass sie mit ihren Kindern bestimmte Bereiche meiden. Anwohner berichten, dass sie das Landschaftsschutzgebiet vor ihrer Haustür nicht mehr unbeschwert nutzen können.

Das werden wir nicht hinnehmen.

Die Kaulsdorfer Seen sind kein abgeschirmtes Gelände für private Sex-Treffen, auch wenn sie in einschlägigen Foren offenbar entsprechend beworben werden. Sie sind ein öffentlicher Natur- und Erholungsraum. Ein Ort, an dem Menschen jeden Alters, Familien, Kinder und Jugendliche ihre Freizeit genießen. Und wir sind sehr dankbar, dass der Bezirk das Baden an den Seen seit vielen Jahren toleriert. Denn wie Sie wissen, benötigt die Planung für das eigenes Freibad in Marzahn-Hellersdorf noch ein paar Jahre.

Wer diese Toleranz der öffentlichen Stellen also ausnutzt, wer andere belästigt, wer Familien verdrängt oder durch sein Verhalten das ökologische Gleichgewicht und den sozialen Frieden gefährdet, überschreitet eine klare Grenze.

Dabei geht es uns nicht um Prüderie. Schon zu DDR-Zeiten und in den Jahren danach hat sich ein eigener FKK-Bereich etabliert. Diese Tradition soll auch weiterhin respektvoll genutzt werden können. Es geht einzig um die neuen Entwicklungen: Öffentliche sexuelle Handlungen, Belästigungen und rücksichtsloses Verhalten haben an unseren Seen nichts zu suchen. Solches Verhalten kann im Einzelfall auch eine Straftat sein, etwa im Zusammenhang mit der Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Als CDU in Kaulsdorf-Mahlsdorf sagen wir klar: Die Kaulsdorfer Seen müssen ein sicherer, sauberer und familienfreundlicher Ort bleiben. Für die Menschen aus Kaulsdorf, Mahlsdorf und unserem Bezirk. Für alle, die diesen Ort respektvoll nutzen.

Darum haben wir uns sofort mit dem Bezirksamt in Verbindung gesetzt und die aktuelle Beschwerdelage dort vorgetragen. Seit dem 1. Juni 2026 sind wieder die Parkranger vor Ort. Das begrüßen wir ausdrücklich. Die offizielle Präsenz ist wichtig, um Verstöße gegen Natur- und Landschaftsschutz anzusprechen und konsequent zu unterbinden.

Darüber hinaus sind wir im direkten Kontakt mit den zuständigen Stellen, damit Ordnungsamt und Polizei die Situation stärker in den Blick nehmen. Wir wollen regelmäßige Kontrollen, klare Ansprache vor Ort und ein abgestimmtes Vorgehen gegen Belästigungen, Regelverstöße und strafrechtlich relevantes Verhalten.

Unser Ziel ist es, die Situation vor Ort wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Wer die Seen rücksichtsvoll nutzt, ist willkommen. Wer sie missbraucht, andere belästigt oder Familien aus dem öffentlichen Raum verdrängt, muss mit klaren Konsequenzen rechnen.
 


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